Gerichtsentscheidungen

 

Interessante Entscheidung: Anspruch auf Geldleistung auch für Zeiten der Nichtbetreuung (VG Dresden, 16.08.2017 - 1 K 1120/16)

Laut VG Dresden haben Tagespflegepersonen auch dann gemäß § 23 Abs. 1 SGB VIII gegenüber dem Jugendhilfeträger Anspruch auf die laufende Geldleistung, wenn sie das Kind nicht vereinbarungsgemäß betreuen können, weil es von den Eltern nicht gebracht wird. Der Entscheidung lag ein Fall zugrunde, in dem die Eltern den Betreuungsvertrag gekündigt, das Kind jedoch bereits vor Ablauf der Kündigungsfrist bereits nicht mehr zur Tagespflegeperson gebracht hatten. Zivilrechtlich behalten Tagespflegepersonen in derartigen Fällen nach der Regelung des § 615 BGB (sog. Annahmeverzug) i. d. R. ihren Anspruch zumindest auf einen Teil der Vergütung. Die Jugendhilfeträger stellen die Zahlung der laufenden Geldleistung jedoch häufig schon dann ein, wenn das Kind tatsächlich nicht mehr betreut wird. Begründet wird dies meist damit, dass die Jugendhilfeträger nicht an die zwischen Eltern und Tagespflegeperson vereinbarten Kündigungsfristen gebunden sind. Das VG Dresden ist anderer Auffassung. Der Verweis auf die Eltern bei Geltendmachung von Ansprüchen mangels tatsächlicher Betreuung stehe im Widerspruch zum Willen des Gesetzgebers, einen erhöhten Anreiz durch wirtschaftliche Anerkennung und Sicherheit zu schaffen. Tagespflegepersonen sollten nicht länger auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Kindeseltern oder deren Zahlungsbereitschaft verwiesen werden. Nach Auffassung des VG Dresden kann der vom Gesetzgeber bezweckten wirtschaftlichen Besserstellung der Tagespflegeperson nur effektiv entsprochen werden, wenn ein Anspruch auf Geldleistungen für die Dauer eines Betreuungsverhältnisses auch ohne tatsächlich stattfindende Betreuung besteht. Leitsatz:

"Ein gesetzlicher Anspruch der Tagespflegeperson auf laufende Geldleistungen nach § 23 Abs 1 SGB VIII besteht auch für Zeiten der Nichtbetreuung des Kindes, wenn die Tagespflegeperson unter entsprechender Vergabe des Betreuungsplatzes aufgrund eines mit den Personensorgeberechtigten abgeschlossenen Betreuungs-vertrages grundsätzlich zur Betreuung verpflichtet wäre."     

VGH Baden-Württemberg zur Anstellung von Tagespflegepersonen bei einer anderen Tagespflegeperson (in Großtagespflege)

Laut VGH Baden-Württemberg (12.07.2017 - 12 S 102/15) darf eine Tagespflegeperson eine Großtagespflege auch mit bei ihr abhängig beschäftigten Tagespflegepersonen durchführen. Die gegensätzliche Entscheidung des VG Stuttgart vom 5. November 2014 (7 K 459/13) wurde aufgehoben.

Im entschiedenen Fall hatte der Jugendhilfeträger in einer Rahmenkonzeption zur Großtagespflege vorgegeben, dass die Tagespflegepersonen selbstständig zusammenarbeiten und die Anstellung einer Tagespflegeperson bei einer anderen Tagespflegeperson ausgeschlossen ist.

Die Tagespflegeperson hatte auf Feststellung geklagt, dass sie berechtigt sei, die Betreuung von Kindern gemäß § 43 SGB VIII mit bei ihr abhängig beschäftigten Tagespflegepersonen durchzuführen, und nun vor dem VGH Recht bekommen.

Der VGH Baden-Württemberg ist nach einer recht umfangreichen Prüfung zu dem Ergebnis gekommen, dass weder bundes- noch landesrechtlichen Regelungen zu entnehmen sei, dass die Kindertagespflege nur in Form der selbstständigen Tätigkeit ausgeübt werden könne. Insofern sei ein Verbot der abhängigen Beschäftigung auch nicht durch die Rahmenkonzeption bzw. eine darauf verweisende Nebenbestimmung implementierbar. Ein solches Vorgehen verstieße gegen Art 12 Abs. 1 GG und würde den rechtsstaatlichen Anforderungen an den Grundsatz des Vorbehalts des Gesetzes nicht genügen. Der baden-württembergische Landesgesetzgeber habe zwar in § 9 Abs. 1 Nr. 1 KitaG eine Ermächtigung zum Erlass von Verwaltungsvorschriften über die Ausgestaltung der Kindertagespflege geschaffen. Diese Ermächtigung befuge jedoch nur das Kultus- und das Sozialministerium zur näheren Konkretisierung der Vorgaben zur Kindertagespflege, nicht jedoch den Jugendhilfeträger zu Regelungen der Organisationsform im Rahmen einer Großtagespflege. 

Anmerkung: Interessant ist die - eher beiläufige - Ausführung des VGH, wonach es bei Nutzung anderer geeigneter Räume außerhalb des Haushalts der Tagespflegeperson oder der Personensorgeberechtigten (regelmäßig) zu einer auf gewissen Zeit angelegten Verbindung von sächlichen und personellen Mitteln zur Sicherstellung des Förderauftrags kommen werde, ohne dass damit die Tagespflegestelle automatisch zur Einrichtung würde.

Hier stellt sich die Frage, wie eine Abgrenzung zur Tageseinrichtung darüber hinaus gelingen kann. Dies dürfte m. E. die Zuordnung eines Kindes zu einer bestimmten Tagespflegeperson als wesentliches Merkmal der Kindertagespflege in den Fokus rücken. Eine Zuordnung kann jedoch auch im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses gelingen. Der VGH Baden-Württemberg führte dazu aus: "Schließlich verdeutlicht die ... vorgelegte Fassung des Arbeitsvertrages..., dass arbeitsvertraglich die Möglichkeit besteht, das Weisungsrecht auf arbeitsorganisatorische Fragen zu beschränken, die den Förderung- und Schutzauftrag gegenüber dem einzelnen der jeweiligen Tagespflegeperson zugeordneten Kind nicht tangieren sowie arbeits- und betreuungsvertragsrechtliche Kündigungsfristen zu harmonisieren".

 

Interessantes Urteil des VG Düsseldorf zum Wunsch- und Wahlrecht

Weisen Eltern eines unter dreijährigen Kindes eine Tagespflegeperson nach, darf der Jugendhilfeträger laut VG Düsseldorf (05.07.2016 - 19 K 7683/14) nicht ohne weiteres auf einen freien Platz in einer Tageseinrichtung verweisen und die Förderung in Kindertagespflege ablehnen. Zwar steht die Erfüllung des Wunsch- und Wahlrechts nach § 5 SGB VIII unter dem Vorbehalt, dass dies nicht mit unverhältnismäßigen Mehrkosten verbunden ist. Die Kosten des Platzes in der Kindertagespflege waren im entschiedenen Fall jedoch nicht höher als die tatsächlichen Kosten des Platzes in der Tageseinrichtung.
Kosten für nutzlose Aufwendungen für einen nicht belegten Einrichtungsplatz bleiben nach Auffassung des VG Düsseldorf beim Kostenvergleich unberücksichtigt. Das Wunsch- und Wahlrecht kann  als wesentliches Merkmal der Kinder- und Jugendhilfe und Ausfluss des Erziehungsrechts der Eltern laut VG Düsseldorf nicht durch den - aus fiskalischen Gründen nachvollziehbaren - Wunsch nach möglichst guter Auslastung der öffentlich finanzierten Einrichtungsplätze aufgehoben werden. 


Urteil des BGH zur Amtshaftung bei nicht rechtzeitig zur Verfügung gestellten Betreuungsplätzen

Der für Rechtsstreitigkeiten wegen Schadensersatzansprüchen aus Amtshaftung (§ 839 Abs. 1 Satz 1 BGB, Art 34 Satz 1 GG) zuständige III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat die Urteile des Oberlandesgerichts Dresden aufgehoben und die Sachen zur neuen Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

Laut BGH (Urteile vom 20.10.2016 - III ZR 278/15, 302/15 und 303/15) fallen - entgegen der Auffassung des OLG Dresden - in den Schutzbereich der Amtspflicht auch Verdienstausfallschäden, die Eltern dadurch erleiden, dass ihre Kinder entgegen § 24 Abs. 2 SGB VIII keinen Betreuungsplatz erhalten. Zwar stehe der Rechtsanspruch allein dem Kind zu. Die Einbeziehung der Eltern und ihres Erwerbsinteresses in den Schutzbereich der Amtpflicht ergibt sich nach Auffassung des Gerichts jedoch aus der Regelungsabsicht des Gesetzgebers sowie aus dem Sinn und Zweck und der systematischen Stellung des § 24 Abs. 2 SGB VIII. Quelle: Pressemitteilung des BGH


Urteil des VG Darmstadt zum Rechtsanspruch

Das VG Darmstadt hat sich mit der Frage befasst, ob der Rechtsanspruch nach § 24 Abs. 2 SGB VIII auch dann erfüllt ist, wenn die Eltern über den Kostenbeitrag hinaus Zuzahlungen an die Tagespflegeperson zu leisten haben. Das VG Darmstadt (13.09.2016 - 5 K 404/14. DA) folgte in seinem Urteil der Auffassung des OVG Münster und kam zu dem Ergebenis, dass der Rechtsanspruch des Kindes auf Verschaffung eines Platzes in der Kindertagespflege nicht erfüllt ist, wenn die Tagespflegeperson zur Übernahme der Betreuung nur gegen eine private Zuzahlung bereit ist.

Der Rechtsanspruch ist laut VG Darmstadt nur dann vollumfänglich erfüllt, wenn die Eltern des Kindes ausschließclih über die gesetzlich zulässige pauschalierte Kostenbeteiligung nach § 90 SGB VIII zu den Kosten herangezogen werden. Da der Jugendhilfeträger keinen zuzahlungsfreien Platz vermitteln konnte, wurde er verurteilt, Mehrkosten, die durch die privaten Zuzahlungen entstanden sind, im Rahmen des Aufwendungsersatzanspruchs (§ 36a Abs. 3 SGB VIII analog) zu erstatten.


Urteil des BayVGH zum Rechtsanspruch nach § 24 Abs. 2 SGB VIII

Der Bayrische Verwaltungsgerichtshof hat sich in seinem Urteil vom 22.07.2016 (12 BV 15.719) umfassend mit dem Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung befasst und ist von der Rechtsprechung anderer Gerichte in zwei wesentlichen Punkten abgewichen.

Zum Einen sieht der BayVGH in § 24 Abs. 2 SGB VIII einen echten Alternativanspruch (Tageseinrichtung oder Kindertagespflege) mit der Folge, dass Eltern nicht auf ein Angebot der jeweils anderen Betreuungsform verwiesen werden können. Zum anderen sei für den Umfang der Förderung der von den Erziehungsberechtigten definierte individuelle Bedarf maßgeblich. Diese werde allein durch das Wohl des Kindes begrenzt. Eine Differenzierung zwischen "infrastrukturellem Regelangebot (Grundanspruch)" und einer "einzelfallbezogenen Erweiterung dieses Regelangebots" findet laut BayVGH im Gesetz keine Stütze.

Darüber hinaus erschöpft sich laut BayVGH der Rechtsanspruch nicht in einem "Versorgtsein mit einem Betreuungsplatz", sondern erfordert die Verschaffung oder Bereitstellung eines Platzes durch aktives Handeln des örtlich zuständigen Trägers. Demzufolge könne die Selbstbeschaffung eines Betreuungsplatzes nicht die Erfüllung des Anspruchs nach § 24 Abs. 2 SGB VIII bewirken. Das Urteil enthält außerdem Ausführungen zu Erreichbarkeit des Platzes in einer vertretbaren Zeit sowie zum Umfang des Aufwendungsersatzanspruchs gemäß § 36 a SGB VIII analog für den Fall, dass der Jugendhilfeträger den Rechtsanspruch nicht erfüllen konnte und die Eltern selbst einen Platz beschafft haben.


Urteil des OVG Nordrhein-Westfalen zum leistungsgerechten Anerkennungsbetrag

Das OVG Nordrhein-Westfalen hat sich in einem Urteil vom 30.08.2016 (12 A 599/15) abermals mit der Ausgestaltung des leistungsgerechten Anerkennungsbetrags (§ 23 Abs. 2, 2a SGB VIII) befasst, dabei jedoch teilweise die eigene Rechtsprechung aufgegeben. Laut OVG könne - anders als in der bisherigen Senatsrechtsprechung - aus den in der Gesetzesbegründung zum KiföG genannten Kalkulationsgrößen keine Vorgaben zur Konkretisierung des leistungsgerechten Anerkennungsbetrags abgeleitet werden. Dem Jugendhilfeträger stehe vielmehr mangels gesetzlicher (landesrechtlicher) Vorgaben ein großer Gestaltungspielraum bei der Bemessung des leistungsgerechten Anerkennungsbetrags zu.

Der leistungsgerechte Anerkennungsbetrag ist laut OVG nicht gleichzusetzen mit einer angemessenen Vergütung. Das laut Gesetzesbegründung angestrebte mittelfristige Ziel, ab einem bestimmten Umfang der Tätigkeit das Einkommen der Tagespflegeperson sicherzustellen, sieht das Gericht lediglich als eine politische Absichtserklärung, die im Gesetz selbst keinen Niederschlag gefunden habe. Das Gericht hat Revision gegen das Urteil zugelassen; es bleibt zu hoffen, dass diese Möglichkeit auch genutzt wird.


Urteil des VG Aachen zur leistungsgerechten Vergütung

Das VG Aachen (Urteil vom 05.07.2016 - 2 K 1300/14) hat im Ergebnis zwar offengelassen, ob die Berechnung der Geldleistung in Pauschalen (Zeitkorridoren) grundsätzlich ungeeignet ist. In jedem Fall müssten die Spannen jedoch zeitlich so eng bemessen sein, dass dem an die Betreuungszeit anknüpfenden Gesichtspunkt der leistungsgerechten Ausgestaltung Genüge getan wird. Im entschiedenen Fall lag die Spanne zwischen 3,54 EUR und 6,48 EUR (bzw. bei Außerachtlassung des höchsten Satzes von 6,48 EUR als untypischen Ausschlag) bei einer - nicht akzeptablen - Spanne zwischen 3,54 EUR und 4,90 EUR. 

Moniert wurde zudem, dass nicht zwischen den Kosten für den Sachaufwand und dem Anerkennungsbetrag für die Förderleistung differenziert wurde.  

Der - bei einem unterstellten Sachkostenanteil in Höhe von 1,73 EUR - geleistete Anerkennungsbetrag in Höhe von 1,81 EUR bzw. 2,25 EUR bzw. 2,42 EUR unterschreitet laut VG Aachen den Rahmen einer noch leistungsgerechten Vergütung deutlich und genügt daher nicht den gesetzlichen Anforderungen des § 23 Abs. 2 Nr. 2, Abs. 2a SGB VIII.

 

OVG Sachsen zur Erstattung von KV-Beiträgen

Laut OVG Sachsen (Urteil vom 21.06.2016 - 4 A 242/15) können im Einzelfall auch die Beiträge zu einer Krankenversicherung mit Krankengeldanspruch angemessen sein. Die Absicherung eines krankheitsbedingten Verdienstausfalls sei laut OVG notwendig gewesen, da die Tätigkeit der klagenden Tagespflegeperson der Haupterwerb sei und mit den Einkünften ein längerer krankheitsbedingter Ausfall nicht ausgeglichen werden könne. Die Revision zum Bundesverwaltungsgericht wurde zugelassen.

 

Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung

Laut OVG Münster (Urteil vom 20.04.2016 - 12 A 1262/14) stehen die  Betreuungsformen Kindertagespflege und Kindertageseinrichtung für U3 - Kinder in einem gesetzlichen Gleichrangigkeitsverhältnis. Dies hat zur Folge, dass der zuständige Träger der Jugendhilfe seine Verpflichtung zur Förderung von unter dreijährigen Kindern gleichermaßen mit dem Nachweis eines zumutbaren Platzes in einer Kindertagesstätte und mit dem Nachweis eines zumutbaren Platzes in der Kindertagespflege erfüllt. Das Wunsch- und Wahlrecht nach § 5 Abs. 1 Satz 1 SGB VIII findet seine Grenze, wenn keine Plätze in der gewünschten Betreuungsform (mehr) vorhanden oder verfügbar sind.

Ebenso VGH Mannheim (Beschluss v. 29.11.2013 - 12 S 2175/13); VGH Kassel (Beschluss v. 04.02.2014 - 10 B 1973/13).

Die gegenteilige Ansicht wird vom BayVGH (Beschluss v. 17.11.2015 - 12 ZB 15.1191) vertreten. Der BayVGH ist der Auffassung, § 24 Abs. 2 SGB VIII begründe einen echten Alternativanspruch („Tageseinrichtung oder Kindertagespflege“).

 

OVG Lüneburg zur Erstattung nachgewiesener Aufwendungen zur Kranken- und Pflegeversicherung:

Leitsätze des OVG (Beschluss v. 08.07.2014)

"1. Die Pflicht zur hälftigen Erstattung nach gewiesener Aufwendungen zu einer angemessenen Kranken- und Pflegeversicherung nach § 23 Abs. 2 Nr. 4 SGB VIII bezieht sich nur auf Beiträge der Tagespflegeperson, die aus öffentlich finanzierter Kindertagespflege resultieren. Dazu gehören nur die Beiträge, die sich aus den laufenden Geldleistungen des Trägers der öffentlichen Jugendhilfe nach § 23 Abs. 2 Nr. 2 SGB VIII ergeben.

2. Beitragsanteile, die aus Einnahmen aus privaten Zuzahlungen der Eltern der von der Tagespflegeperson betreuten Kinder resultieren, sind demnach nicht erstattungsfähig. Das gilt auch dann, wenn die von dem Träger der öffentlichen Jugendhilfe gezahlten laufenden Geldleistungen zur Anerkennung der Förderungsleistung nach § 23 Abs. 2 Nr. 2 SGB VIII zu niedrig gewesen sein sollten."

Grundlage der Erstattung sind stets die nachgewiesenen Beiträge zu einer angemessenen Versicherung. Da die Beiträge meist aus früheren Einkünften resultieren (Berechnungsgrundlage ist i. d. R. der letzte Einkommensteuerbescheid), bezieht sich die Frage der Angemessenheit der Beiträge ebenfalls auf diesen Zeitraum.

 

VG München zum Anspruch auf die laufende Geldleistung nach § 23 SGB VIII (Urteil vom 27.11.2013)

Personensorgeberechtigte haben keinen Anspruch auf höhere laufende Geldleistungen an die Tagespflegeperson. Wird die Kindertagespflege aus Sozialleistungen vom öffentlichen Träger gewährt, schuldet der öffentliche Träger die Vergütung für die Erbringung der Dienstleistung; dieser Vergütungsanspruch steht nach eindeutigem Wortlaut des § 23 Abs. 1 SGB VIII der Tagespflegeperson (nicht aber den Personensorgeberechtigten)zu.